Liebe Missionsfreunde,
ein anstrengendes Wochenende liegt hinter mir. Vergangenen Freitag bin ich nach Malindi gefahren, eine kleine Küstenstadt welche ganz stark von Italiener beherrscht wird. Ich bin günstig (20 Euro per Nacht) in einem Gästehaus untergekommen. Samstag in der Früh bin ich dann in unseren 70 Km. entfernten Kirchenkreis in den Busch gefahren. Mit dem Kreisleiter habe ich in 10 Gemeinden Maismehl verteilt. Unser Kreisleiter hatte das Maismehl Tage vorher an eine zentrale Stelle anliefern lassen, sodass wir unseren Suzuki jedes Mal mit 400 Kg. Mehl beladen konnten um es dann zu eine der Gemeinde zu fahren. In jeder Gemeinde hatte sich Jung und Alt eingefunden um das Mehl, mit viel Freude und Dankbarkeit, in Empfang zu nehmen.
Neben der Hungerhilfe konnte ich dann noch einige Projekte in Gang bringen oder weiter bringen.
In Ngamani konnte ich ein 8000 Qm. Grundstück anzahlen, auf dem ein Gemeindehaus gebaut werden soll.
In Kisiki übergab ich das Geld für ein 8000 qm Grundstück plus Geld für Holz und Wellblech für ein Gemeindehaus.
In Lango übergab ich das Geld für ein 8000 qm Grundstück plus Geld für Holz und Wellblech für ein Gemeindehaus.
In Madamani übergab ich das Geld für ein 8000 qm Grundstück plus Geld für Holz und Wellblech für ein Gemeindehaus.
In Baolala bezahlte ich die Maurer die dabei waren das Fundament für das Gemeindehaus zu
erstellen und übergab Geld für Zement und Sand.
In Pishimwenga bezahlte ich die Arbeitet, die gerade dabei waren das Gemeindehaus mit einem Betonfußboden zu versehen.
Die Gemeinde in Kakoneni bekam Geld für Sand, Steine und Zement um das neue Gemeindehaus weiter zu bauen.
Bevor ihr nun meint ich hätte Reichtümer verteilt, will ich verraten, dass ich insgesamt für all diese Projekte 5000,- Euro ausgegeben habe.
Die Grundstücke in dieser abgelegenen Gegend kosten nur 10 Euro pro 1000 qm.
Dies Wellblechdächer kosten jeweils 3x so viel wie die 8000 qm. Land.
Steine, Sand, Zement, Holz und sogar Wasser kosten sehr viel weil sie von weit her herbei-geschafft werden müssen.
Die Arbeitskräfte kosten dagegen weniger als 10 Euro pro Tag.
Am Sonntag haben wir dann in einem 4 Stunden Gottesdienst einst unserer neuen Gemeinde-häuser eingeweiht. Das kleine Gemeindehaus war mit über 300 Personen überfüllt, viele mussten draußen stehen. Eine Ziege wurde geschlachtet und 50 Kg. Reis gekocht. Ich nehme an so mancher besuchte auch den Gottesdienst nur, weil es was zu Essen gab.
Nachdem ich zugesehen hatte wie man die Ziege auf dem Sandboden zerstückelte hätte ich dort nichts gegessen, selbst wenn man mich dafür bezahlt hätte.
Ich bekam stattdessen ein lebendiges Huhn geschenkt. Ich habe das Huhn später weiter verschenkt, es sind schließlich eure Spenden, die ich weitergebe, ihr spendet und ich bekomme den Dank und die Anerkennung – das ist ja nicht ganz gerecht.
Die Gemeinden bitten mich immer wieder den Spendern in Deutschland Dank und Grüße aus-
zurichten, was ich hiermit auch tue.
Gott segne Euch, Tony.