Liebe Missionsfreunde,
vor einer Woche kam ich in Kenya an und konnte schon vieles erledigen.
In einem Kirchendistrikt haben wir Maismehl verteilen können. Unsere 19 Pastoren, 4 Kindergärten, vier Bibelschüler und das Riziki Aids-Waisenhaus erhielten ihre Finanzhilfe.
In unserer Bank hier in Kenya konnte ich jetzt Internet Banking einrichten, das wird den Finanz-Tranfer in Zukunft erleichtern.
Am Sonntag hatte ich einen Gottesdienst mit Kindersegnung und Abendmahl in einer unserer Gemeinden.
Am Montag besuchte ich eine Witwe, die mit ihrem 16 jährigen Enkel ein kleines Zimmer bewohnt. Alamin ist 16 Jahre alt, seine Eltern sind an Aids gestorben, er muss mit der Großmutter im einzigen Bett schlafen, welches sie besitzen. Alamin geht jeden Morgen um 5 Uhr zu Fuß in die 10 Km. entfernte Schule, am Abend um 19 Uhr trifft er wieder Zuhause ein. Die Großmutter bereitet und verkauft an einer Straße Pommes wurde aber jetzt von ihrem Stammplatz verjagt. Ich habe die Großmutter mit 25 Kg. Mehl versorgt und dem Enkel Geld gegeben, damit er sich Schuhe und einige andere Lebensnotwendigkeiten kaufen kann.
Als ich am nächsten Tag mit Pastor Alfonce, einen unserer neuen Pastoren besuche, erzählt er mir ganz begeistert, dass er mit 5000,- Ksh. (50 Euro) für ein Jahr 4000 Qm. Land mieten konnte, mit Mais beflanzen und schließlich 10 Sack Mais ernten konnte. Von dem Maisverkauf konnte er unter anderem für ein Jahr das Schulgeld seiner Tochter bezahlen.
Wir besuchen den neuen Pastor Philipp Katana in Maweni. Das kleine Gemeindehaus steht auf dem Grundstück einer Familie die viel Land besitzt. Die Gemeinde darf das Grundstück kostenlos nutzen. Einige Familienmitglieder besuchen von Zeit zu Zeit die Gemeinde. Ich habe ein gutes Gespräch und Gebet mit Mazia Kongo dem Eigentümer des Grundstücks.
Philipp Katana, der neue Pastor macht eine gute Arbeit, er möchte gerne heiraten, leider fehlen auch ihm noch 600,- Euro Brautpreis, das ist viel, wenn man nur 60 Euro im Monat verdient, er erhält 200,- Euro extra von der Missionshilfe zum Brautpreis.
Später fahren wir zum Vipingo Trading Center, hier wurde ein Grundstück gekauft und angezahlt. Es fehlen noch 1500,- Euro um das Grundstück fertig zu bezahlen. Wir geben 500,- Euro um die nächste Rate zahlen zu können.
Hier im Vipingo Trading Center kommt ein kranker halbverhungerter Mann zu uns und bittet uns um Hilfe, wir helfen ihm mit etwas Geld.
Am nächsten Tag fahre mit Alfonce Lewa nach Mnarani, nach der Besichtigung des Bauprojektes (Gemeindehaus) Gebetszeit mit den Pastoren, fährt Alfonce mit seiner Frau weiter nach Malindi, Sein Bruder starb letzte Nacht an Aids, die Witwe hat auch Aids, unter Umständen auch die 7 Kinder, die jetzt unter der Verwandtschaft aufgeteilt werden.
Der Pastor von Mnarani zeigt uns ein Nachbarhaus, neben der Gemeinde, welches von Geistern bewohnt ist. Seit vielen Jahren steht das große Haus leer. Leute die in dem Haus übernachten packen nach einer Nacht ihre Klamotten wieder zusammen, weil sie Nachts von Geistern verprügelt werden. Niemand will das Haus kaufen.
Ich verabrede mich auf der Rückfahrt mit Robina unserer Freizeitfahrerin um mit ihr die nächste Freizeit und einer eventueller Freizeit im Hochland zu besprechen. Ich bin schon auf der Rückfahrt zu meiner Unterkunft, als sie mich noch einmal anruft und mich bittet, ihr mit etwas Geld zu helfen. Ich werde ihr morgen etwas vorbei bringen.
Nun, das wär`s für heute, liebe Grüße und Gottes Segen Euch allen,
Tony.