Liebe Missionsfreunde,
wieder liegen 5 Wochen Kenyaerleben hinter mir.
Zwei Wochen mit meiner Mini Reisegruppe und 3 Wochen Missionsdienst.
Auf unserer Safari sahen wir insgesamt 11 Löwen. Das war sehr ungewöhnlich, ich habe schon einige Safaris durchgeführt, auf der wir nicht einen einzigen Löwen sahen.
Am Tag nach der Abreise der Freizeitgruppe fahre ich mit Pastor Lewa nach Malindi. Wir finden bei einem Deutschen für 20 Euro eine saubere Unterkunft, mit TV und deutscher Welle. Wir verpflegen uns selber, zum Abendessen gibt es Spiegeleier, Brot mit Marmelade und Tee.
Am nächsten Tag um fünf in der Früh gibt es noch einmal das Gleiche. Um 5.30 Uhr sind wir unterwegs in den Busch. Um neun Uhr beginnt die Taufe in einer Viehtränke. Etwa über 30 Täuflinge stehen zur Taufe an. Anschließend ist Gottesdienst, danach Einweihung und Segnung des Gotteshauses (eine Lehmhüte mit Wellblechdach). Neben der Kirche wird ein großes Essen vorbereitet.
Eine Witwe, die 2 Kinder hat, hat eine ihrer zwei Kühe gespendet – ein Teil ihrer Lebensgrundlage. Eine solche Opferbereitschaft habe ich bisher weder in Kenya noch in Deutschland erlebt. Am Nachmittag bekomme ich noch ein Huhn und einen geschnitzten Spazierstock geschenkt, damit bin ich in den Ältestenkreis aufgenommen.
Anschließend wurde miteinander gegessen. Da ich nicht zum Mittagessen blieb, bekam ich ein lebendes Huhn geschenkt.
Montags mussten dann am Auto die zwei vorderen Stoßdämpfer und ein Stabilisator erneuert werden, und die Bremsen mussten neu belegt werden.
Kenya erleben
Pastor Lewa erzählt mir, dass das Kinderheim eingezäunt wird, um es besser vor Dieben zu schützen. Die Arbeit wird von Frauen getan, die als Tagelöhner arbeiten. Der Gund: Wenn Männer die Arbeit machen, spionieren sie das Heim aus und kommen in der Nacht zurück um zu stehlen. Die Frauen gehen in der Nacht nicht stehlen!
Auf einer meiner Fahrten, sehe ich einen toten jungen Mann auf der Straße liegen. Es gibt einen Auflauf bei der Straße, der junge Mann wurde von einem Auto überfahren.
In unmittelbarer Nachbarschaft von meiner Unterkunft gibt es einen Streit um ein Grundstück, dabei wird einem der Streitenden das Bein zerschossen. Dabei ist es streng verboten, eine Schusswaffe zu besitzen.
Einige Leute bauen sich Lehmhütten. Sie schlagen ein Loch in die Leitung der städtischen Wasserversorgung, um den Lehm verarbeiten zu können. Jetzt wird das Wasser wochenlang Tag und Nacht heraussprudeln und versickern.
Ich danke Euch für Eure treue Hilfe. Dem Herrn befohlen.
Tony


