Wenn einer eine Reise tut…
Liebe Missionsfreunde,
noch befinde ich mich im heißen Kenya,34 Grad! Schwitzen ohne Ende. Durch die freundliche Hilfe eines Unternehmers durfte ich am 10.03.17 sogar in der Business Klasse mit Äthiopien Airline nach Kenya fliegen. Ursel brachte mich mit meinen zirka 60 Kilo Gepäck zum Flughafen.
Hier fiel ich leider dem Zoll in die Hände. Ich hatte mehr als 10.000,- Euro dabei und hätte das beim Zoll anmelden müssen. Es gab eine Anzeige, mal sehen was dabei rauskommt?
In Kenya organisiere ich mit meinem Freund Charo und Pastor Lewa unsere Hungerhilfe: wie viele bedürftige Familie haben wir in unseren Gemeinden? Jede Familie erhält 25 Kilo Maismehl. Wir fahren zum Mehl – Depot und bestellen unser Mehl. Danach treiben wir einen LKW mit Fahrer auf und verabreden uns für den folgenden Tag.
Um 8 Uhr stehen wir beim Depot und warten auf den LKW der kommt mit etwas Verspätung. LKW beladen und zu den Gemeinden fahren, um die Ware zu verteilen. Pastor Lewa berichtet uns, dass man vor wenigen Tagen bei ihnen im Dorf einen Dieb gefasst hat. Man streifte ihm einen Autoreifen über, überschüttete ihn mit Benzin und steckte ihn in Brand. Ein Polizist sagte den Leuten, macht ihn fertig, wir holen die Überreste für das Leichenschauhaus ab!“ In den 10 Tagen in denen ich hier bin wurden 3 Personen wegen Diebstahls oder Zauberei von der Bevölkerung umgebracht.
Vor einer Hütte sitzt eine Afrikanerin, ich soll ihr Geld wechseln, was ich tue. Sie lädt sie mich zum Tee ein. Ich sage ihr, dass ich nur Tee ohne Zucker und Milch trinke. Sie meint: Du bist lustig, meinst du wir trinken Milch im Tee? Das können sich nur reiche Leute leisten, wir nicht!“
Wir fahren in unseres früheres Arbeitsgebiet, nach Ngao und Moa wo wir vor vielen Jahren eine Gemeinde gegründet haben. In Malindi essen wir. Die Bedienung sieht mich beten und sagt: „Sie sind ein guter Mann, sie beten noch bevor sie essen. Die Frau an der Kasse vom Einkaufzentrum singt christl. Lieder während sie die Ware einscannt.
Pastor Francis in Ngao hat große Not, er kann die Schulgelder für die Kinder nicht zahlen. Mit den Ältesten der Gemeinde beraten wir wie wir den Ärmsten der Armen helfen können. Wir besuchen meinen Übersetzer und Reisegefährten aus den Jahren 79-83 auf. Wir beten mit allen und geben auch hier und da etwas Geld weiter. Wir fahren zur Gemeinde nach Moa, Geld Übergabe, Gebetsgemeinschaft. Auf der Rückreise kaufen wir für Charo drei groß Säcke mit Holzkohle. Wir werden von einem Soldaten angehalten der das Auto kontrolliert. Wir werden beschuldigt für gewerbliche Zwecke Holzkohle gekauft zu haben. Wir sollen Strafe zahlen.
Wir weigern uns nach langem Gezerre bittet er uns, ihm wenigstens 50 Cent zu geben, damit er sich eine Flasche Wasser kaufen kann und die bekommt er auch. Nach zirka 50 km. die nächste Kontrolle, dass selbe Theater, wir kommen ohne zu zahlen davon.
So. 5 Uhr aufstehen 5 Stunden Gottesdienst, 2 mal predigen in Kilifi. Der Pastor erinnert mich daran, dass ich vor Jahren das Braugeld für seine Frau bezahlt habe und stellt mir seinen erstgeborenen Sohn vor, der auch Tony heißt.
Nachdem wir unsere Aufgaben soweit erledigt haben gehen wir mit einer Frau aus Süddeutschland essen. Sie unterstützt 77 Kinder in Kenya. Ich erzähle ihr wie ich zum Glauben an Jesus kam, sie ist sehr interessiert. Unsere Bedienung erwähnt natürlich wie schön es ist, dass es auch Deutsche gibt, die vor dem Essen beten. Ich erhielt inzwischen eine Email von der Frau, sie bittet mich um ein weiteres Gespräch vor meiner Heimreise. Gott hat ihr das Herz für den Glauben geöffnet.
Mit ganz lieben Grüßen, Euer Tony.