November 2022

ein Jahr wie dieses haben die meisten von uns noch nie erlebt, und wir können nur hoffen und beten, dass das kommende Jahr nicht noch schlimmer wird.

In Matth.24,12-14 lesen wir:
12 Und weil Gottes Gebote immer stärker missachtet werden, setzt sich das Böse
überall durch. Die Liebe wird bei den meisten von euch erkalten. 13 Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet. 14 Die rettende Botschaft von Gottes Reich wird auf der ganzen Welt verkündet
werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst wird das Ende kommen.

Dass die rettende Botschaft von Gottes Reich auf der ganzen Welt verkündet wird, das soll auch weiterhin unsere Aufgabe sein, ganz persönlich in unserem Umfeld und über die Missionshilfe bis nach Afrika.

Im August wurde in Kenya ein neuer Präsident gewählt.
Im Vorfeld wurde Maismehl von 2,30 Euro auf 1,20 Euro pro Paket runter gesetzt und am Tag nach der Wahl kostete es wieder 2,30 Euro. Ich bin dankbar, dass wir in den Gemeinden vielen Menschen helfen konnten, das Mehl wurde so gerne angenommen.
Im Januar werde ich (so Gott will) wieder in Kenya sein und auch wieder Maismehl für die Gemeinden einkaufen und verteilen.

Folgenden Bericht las ich im Juli in der keninanischen Tageszeitung „ Daily Nation“:
Ein Ehepaar stand in Mombasa vor Gericht, weil es Maismehl gestohlen hatte. Zu seiner Entschuldigung brachte es vor: „Unsere Kinder leiden Hunger.“
Der Richter sagte daraufhin, wir können diese Familie nicht auch noch bestrafen, stattdessen wollen wir jetzt und hier Geld zusammen legen, um ihnen zu helfen und ich will der Erste sein, der hilft. Damit legte er 20 Ksh in einen Teller und bat alle Anwesende sich zu beteiligen.

Pastoren haben es auch nicht leicht in dieser Zeit.

Pastor Lewa berichtete mir von einem Gottesdienst in seiner Gemeinde, in der die Männer ein extra Opfer für ihn als Pastor zusammen legen sollten.
Sechs Männer gingen nach vorne, um etwas in den Opferbeutel zu legen. Als man nach dem Gottesdienst nachsah, waren in dem Beutel nur zwei 10 Ksh. Scheine in dem Beutel (insgesamt 2 Euro) Vier der Männer hatten also nur vorgetäuscht, etwas in den Beutel zu legen.

Kakao für die Kinder!

Ich bekam eine Sonderspende, um in einem unserer Kindergärten die Kinder mit
Kakao zu beschenken. Zirka 50 Kinder tranken zum ersten Mal in ihrem Leben Kakao.

Stühle für Maweni.
Vor zirka 10 Jahren haben wir in Maweni ein Grundstück gekauft, gerodet und über die Jahre ein Gemeindehaus gebaut. Jetzt hat die Gemeinde ihren Eingang überdacht. Der Besuch der Gottesdienste nimmt zu, wir mussten sogar mehr Stühle kaufen, damit die Besucher nicht auf dem Boden sitzen müssen.

Riziki Waisenhaus.
In diesem Jahr hat die Regierung beschlossen, dass alle Waisen- und Kinderheime im Land geschlossen werden müssen. Die Kinder, auch Waisenkinder müssen jetzt in ihren Clans wohnen. Es muss nun noch entschieden werden, wie das Anwesen in Zukunft genutzt werden soll.

Wir sind dankbar, dass wir der Tochter von Pastor Tumaini eine Krankenschwester-Ausbildung ermöglichen können, sie studiert derzeit in der Nähe von Mombasa. Diana, die zum Glauben kam, studiert fleißig die Bibel und arbeitet bereits in der Sonntagsschule mit.

Hiermit wünsche ich Euch eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes Neues Jahr.
Mit lieben Grüßen Euer Tony.