Archiv des Monats: Februar 2023

Januar 2023

Liebe Missionsfreunde,

gestern Abend bin ich von einer heißen dreiwöchigen Missionsreise zurück gekommen. Es begann damit, dass der Zoll mir große Schwierigkeiten wegen Geldern machte, die ich für Gemeinden und für die Hungerhilfe mitnahm. Der junge Zollbeamte wollte die Namen, Adressen und genauen Geldbeträge haben, die ich verteilen würde. Er wollte nicht glauben, dass man dort außerhalb der Stadt weder Straßennamen noch Hausnummern kennt.

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Heiß war mir natürlich auch, als mich zwei junge Männer mit ihrem Motorrad mit hoher Geschwindigkeit auf der Straße anfuhren. Sie flogen mit dem Motorrad 30 Meter über die Straße, ich wurde nur am Arm verletzt, wurde verarztet, bekam Medikamente und konnte mich wieder meinen Aufgaben widmen.

Heiß war es auch im Sinne des Wortes. Schon in der Früh über 30 Grad, stieg im Auto die Temperatur auf 50 Grad, wenn ich es in der Sonne abstellen musste, und das Wasser am Strand hatte Badewassertemperatur.

Heiß wurde mir auch, als ein Polizist mir eine Strafe geben wollte wegen unerlaubten Anhaltens. (In den vergangenen Jahren berief ich mich auf einen hohen Regierungs-beamten, den ich pers. kenne, der jetzt aber leider nach den Wahlen in der Opposition ist.) Ich bin geflüchtet, habe Gas gegeben, weg war ich. Meine Freunde sagten mir: Der hätte auf dich schießen können! (Ich mach so etwas in Zukunft nicht mehr)

Toll war, dass ich wieder einen großen LKW voll Maismehl kaufen
und verteilen konnte. Die Menschen sind so dankbar für jede Hilfe. Sehr viele trinken am Morgen nur eine Tasse Tee und müssen damit bis zum Aben auskommen.

Toll war auch, dass einer meiner Freunde mir wieder Geld gab, um Kindern Kakao und kleine Küchlein zu kaufen. Im vergangenen Jahr bekamen Kinder der Gemeinde Vipingo Kakao. Diesmal waren es 80 Kinder in der Gemeinde Majengo, die nach dem Gottesdienst, den ersten Kakao in ihrem Leben genossen.

Ja, was soll ich alles aufzählen?

Drei Gemeinden bekamen Geld, damit die Gemeindehäuser einen Stromanschluss bekommen.

Eine Gemeinde bekam das nötige Geld für einen Wasseranschluss und für Reparaturarbeiten.

Eine Gemeinde bekam einen Zuschuss für neue Liederbücher.

Die Hauptgemeinde bekam Geld für die Fertigstellung von Büroräumen.

Fünf Pastoren bekamen Finanzhilfe, damit sie ihren Dienst versehen können.
Einigen Familien konnte ich mit Schulgeld für ihre Kinder helfen.

Eine Pastorenfamilie bekam einen Zuschuss für Medikamente, ihr Kind leidet seit Jahren an einer Krankheit und braucht beständig Medikamente.

Ein Kinderheim bekam einen Kostenzuschuss, um die laufenden Kosten zu bewältigen.

Und das Kinderheim Riziki: Alle Kinderheime mussten auf Anweisung der Regierung geschlossen werden, die Kinder müssen nun in ihren Clans leben und betreut werden. Riziki musste auch geschlossen werden, wird aber demnächst als Grundschule wieder eröffnet.

Diana Macharia, der ich vor Jahren auf ungewöhnliche Weise zum Glauben helfen durfte, wurde am letzten Sonntag vor meiner Heimreise mit ihrem Sohn und 81 Täuflingen in der Crossroad Gemeinde getauft. Die Taufe wurde in einem großen Freibad durchgeführt.

Ja, und einiges mehr konnte ich tun und dies mit weniger als 10.000,- Euro, das sind 1.330.000,- Kenya Schilling. Und das ist viel Geld in Kenya.

Herzliche Einladung, Sa. 11.Febr. 15 Uhr Jahresversammlung des Missionsvereins, bitte anmelden.

Ich danke, dass ihr das alles durch Euer Mitbeten und Geben möglich macht. Tony.