Juli 2023

Liebe Missionsfreunde, 

Ich bin Jesus dankbar, dass ich am 10. Juli müde aber gesund aus Kenya zurückkommen durfte.

Und so sah meine Zeit in Kenya aus.

Am 12.Juni wurde ich in Mombasa nach einem 9 Stunden Nachtflug von Pastor Lewa am Flughafen abgeholt. Guthaben und Simkarte für kenyanische Anrufe kaufen. 

Euro in Kenya-Schilling wechseln, der Euro ist im letzten Halbjahr von 120 Kenya-Schilling auf 148 Ksh. gestiegen.

Eine Woche Urlaub im Traveller Hotel (All Inclusive 225,- Euro. Für 7 Tage)

Hier hatte ich jahrelang deutsche Freizeiten durchgeführt und wusste jetzt, was mich erwartet. Ein großes Zimmer mit Meerblick, bestes Essen, eine wunderbare Anlage.

Anschließend wohnte ich drei Wochen in einem billigen Selbstversorger-Apartment. 

Vor dem Abendessen bot ich an, mit den 20 Mitarbeitern des Speisesaals zu beten und ihnen von Jesus zu erzählen. Die Angestellten waren begeistert, ein Deutscher, der Jesus lieb hat und mit ihnen betet!

Am nächsten Tag konnte ich an der Morgenandacht von über 50 Mitarbeitern des Hotels, die sich täglich vor dem Dienst zum Gebet treffen, teilnehmen. 

Bei meinen Spaziergängen am Strand konnte ich auch immer wieder mit Menschen über das Evangelium reden.

Pastor Alfonso Lewa besuchte mich des öfteren, um mit mir die geplanten Aufgaben zu besprechen.

Grundnahrungsmittel

Wir kaufen einen LKW-Ladung Maismehl ein für 3000,- Euro und verteilen dieses Grundnahrungsmittel in den Gemeinden, die von uns unterstützt werden.

Stromversorgung für die Gemeinden.

Im Jan. – Febr. 23 hatten wir uns schon um eine staatliche Stromversorgung für die Gemeinden gekümmert. Nach meiner Rückreise im Februar kam dies leider wegen ungenügender Finanzen zum Erliegen. Ein Stromanschluss sollte über 11.000,- Euro kosten, nun haben wir stattdessen eine Solaranlage auf das Dach des Gemeindehauses installieren lassen. Sie funktioniert einwandfrei und ist viel preisgünstiger. In drei anderen Gemeinden wurden die Leitungen, Schalter und Steckdosen angebracht und der Stromanbieter bezahlt, der hoffentlich noch in dieser Woche die Stromleitungen zu den Gemeindehäusern bringt.

Wasserversorgung.

Wir hatten geplant, vier Gemeinden mit Wasser zu versorgen. Ein Brunnen ist inzwischen schon in Betrieb und gibt gutes süßes Wasser. Drei weitere Brunnen sind in Arbeit, sie werden per Hand gegraben, zum Teil bis zu 30 Meter tief. Ein Gemeindehaus steht auf einem felsigen Boden. Das Graben hier ist unvorstellbar harte Arbeit. Wir wollen, dass die Gemeinden nach vollendeter Arbeit kostenlos Wasser an die Dorfbewohner abgeben und dadurch einen besseren Zugang zu ihnen bekommen.

Musikanlagen.

Unsere Finanzen erlaubten es uns, für drei Gemeinden jeweils eine Musikanlage in Nairobi zu kaufen. Die Freude in den Gemeinden ist riesengroß, laute Musik ist ganz wichtig. Das musikalische Vorprogramm an den Sonntagen dauert oft bis zu zwei Stunden.

Was sonst noch geschah.

Ich besuchte mit Pastor Lewa die Gemeinden. In einer Gemeinde hatte der Pastor über Internet ein Verhältnis mit einer Moslemin begonnen.

In einer anderen Gemeinde hatte der Pastor eine Moslemin für den Kindergarten angestellt. 

In Mtwapa wurde ich auf der Straße interviewt und konnte dabei das Evangelium deutlich weitersagen. Hasina Lua rief Tage später an, um mir mitzuteilen, dass ich in einem Film über Mtwapa in YouTube erscheine. 

In der Gemeinde in Mwatundu gab es am Sonntag Kakao für die Kinder, für sie ein einmaliges Erlebnis. Ein Kinderfreund aus unserer Gemeinde finanzierte die Aktion.

Pastor Francis aus Ngao besuchte mich, wir finanzierten ihm seine Augenoperation. Die OP war schon einmal verschoben worden, weil er sie nicht bezahlen konnte.

Unser Auto fängt mit au an und hört mit o auf. 

Ein Bremszylinder muss erneuert werden,  ebenso ein Reifen, er wurde durch zerbrochenes Glas zerschnitten.  zwei Lager müssen erneuert werden. 

Während das Auto repariert wird, führe ich ein Gespräch über den Glauben mit einem Schuster, der aufdem Bürgersteig seine Werkstatt hat. Er ist ein Moslem und kennt auch die Bibel recht gut.

Mittags predigt ein Afrikaner mit sehr lautem Verstärker aus dem ersten Stock eines Hauses, er singt ganz schrecklich und schreit das Evangelium über die gesamte Straße.

Auch die Mosleme beginnen schon um 5 Uhr morgens über Mittag und am Abend, über Lautsprecherihre Botschaft auszurufen.

Eine Frau steht an der Straße und betet überlaut, mit erhobenen Händen für Land und Leute. 

Bei einem deutschen Bäcker frühstücke ich die letzten Tage vor meiner Heimreise. Man sitzt direkt an der Straße, die Menschen, die vorbeigehen, schauen neidisch auf mein Essen, besonders die hungrigen Kinder.

Am letzten Sonntag vor der Heimreise muss ich die neuen Büroräume, die wir für die Gemeinde gebaut haben, einweihen. Zwei Stunden Singen und Tanzen, nach drei Stunden darf ich gehen.

Autospiegel.

Zum guten Schluss: Während ich zu meinem Apartment fahre, überholt mich ein Auto so knapp, dass er mir den Spiegel von meinem Auto abreißt. 

Schlüssel. Daheim in Deutschland angekommen stelle ich dann fest, mein Auto-, Haustür- und Eingangstürschlüssel der Stadtmission Koblenz sind weg!!!!! 

Mit ganz lieben Grüßen euer Tony.